ETF-Sparplan oder Aktien-Sparplan: Was ist besser für dich?

Heutzutage gibt es viele verschiedene Möglichkeiten zu sparen. Zwei der beliebtesten Optionen stehen oft im Mittelpunkt der Diskussion: der ETF-Sparplan und der Aktien-Sparplan. Beide bieten einzigartige Vorteile und können je nach Risikobereitschaft und Investitionsziel unterschiedlich attraktiv für dich sein. Doch welcher Sparplan ist die bessere Wahl für langfristige Investitionen?

Disclaimer: Dies ist keine Anlageberatung oder Kaufempfehlung! Mehr erfahren.

Was ist ein ETF-Sparplan?

Mit einem ETF-Sparplan investieren Anleger regelmäßig in einen oder mehrere börsengehandelte Fonds (ETFs). ETFs bilden in der Regel einen Index wie den DAX oder den S&P 500 nach. Der entscheidende Vorteil gegenüber herkömmlichen Fonds ist, dass ETFs deutlich geringe Kosten mit sich bringen und dir ein Investment in ein breites Portfolio von Wertpapieren möglich machen. Dadurch, dass ETFs eine Vielzahl von Aktien oder Anleihen abbilden, bieten sie eine natürliche Diversifikation, die das Risiko streut und gleichzeitig das Potenzial für stabile Erträge erhöht.

Was ist ein Aktien-Sparplan?

Im Gegensatz dazu ermöglicht ein Aktien-Sparplan den Kauf von Aktien einzelner Unternehmen. Einzelaktien bringen meist eine deutlich höhere Rendite mit sich, wenn diese gut performen. Auf der anderen Seite ist das Risiko um ein Vielfaches höher, da die Investition weniger diversifiziert ist. Aktien-Sparpläne sind ideal für Anleger, die bereit sind, sich intensiver mit den Märkten zu beschäftigen und Einzelaktien basierend auf deren Potential auszuwählen. Mehr über die Auswahl der richtigen (Dividenden) Aktien kannst du hier erfahren.

Unterschätze den Zinseszinseffekt nicht

Ein wesentlicher Aspekt, der bei der Wahl zwischen einem ETF-Sparplan und einem Aktien-Sparplan oft übersehen wird, ist der Zinseszinseffekt. Dieser Effekt tritt auf, wenn die erzielten Gewinne einer Anlage wieder angelegt werden und über die Zeit zusätzlich Gewinne abwerfen. Selbst kleine Unterschiede in der Rendite können über Jahre hinweg zu erheblichen Unterschieden im Endkapital führen.

Beispiel zum Zinseszinseffekt

Angenommen, du investierst monatlich 100 Euro in einen Sparplan. Bei einer jährlichen Rendite von 5% wäre dein Investment nach 30 Jahren auf etwa 83.226 Euro angewachsen. Erhöht sich die Rendite jedoch auf 7%, wächst dasselbe monatliche Investment auf etwa 122.708 Euro an. Der Unterschied von nur 2% jährlich führt also zu einem um fast 40.000 Euro höheren Endbetrag – ein klares Beispiel für die Macht des Zinseszinseffekts.

Langfristige Planung und Tools

Für Anleger, die die langfristigen Auswirkungen ihrer Sparpläne genauer verstehen und planen möchten, bieten wir spezielle Rechner an. Unser Zinseszinsrechner hilft dir, die potenzielle Entwicklung deines Investments unter Berücksichtigung verschiedener Renditen zu simulieren. Zusätzlich bieten wir einen Kinder-Rentenrechner, der speziell darauf ausgelegt ist, langfristige Sparziele für den Nachwuchs zu planen.

Vergleich der Risikostreuung

Der wohl größte Unterschied zwischen Aktien- und ETF-Sparplan ist klar die Risikostreuung. ETF-Sparpläne investieren in eine breite Palette von Aktien oder anderen Vermögenswerten, was das Risiko verteilt und Schwankungen in einzelnen Aktien oder Sektoren ausgleicht. Aktien-Sparpläne hingegen setzen auf die Auswahl weniger Unternehmen, was zu höheren Schwankungen und einem erhöhten Risiko führen kann.

Kosten und Gebühren

In Bezug auf Kosten und Gebühren sind ETF-Sparpläne oft kostengünstiger oder sogar kostenlos. ETFs haben geringere Verwaltungskosten als aktiv verwaltete Investmentfonds, während Aktien-Sparpläne meist etwas höhere Transaktionskosten verursachen, besonders wenn häufig gekauft oder verkauft wird. Eine genaue Übersicht über die Kosten findest du hier.

Flexibilität und Kontrolle

In puncto Flexibilität und Kontrolle haben Aktien-Sparpläne den entscheidenden Vorteil, dass du entscheiden kannst, in welche spezifischen Unternehmen du investieren möchtest. Diese Option ist natürlich ideal für die Anleger, die spezifische Präferenzen oder Überzeugungen bezüglich einzelner Unternehmen oder Branchen haben. ETFs bieten diese Art der Auswahl nicht, da sie auf der Nachbildung eines Index basieren. Eine interessante Art und Weise zu investieren ist das Pareto-Prinzip, das wir kürzlich vorgestellt haben.

Fazit: Welcher Sparplan passt zu dir?

Die Entscheidung zwischen einem ETF-Sparplan und einem Aktien-Sparplan hängt letztendlich von deinen persönlichen Finanzzielen, deiner Risikotoleranz und deinem Interesse an der Finanzmarktanalyse ab. Für die meisten langfristigen Anleger ist der klassische ETF-Sparplan eine ausgezeichnete Balance zwischen Risiko und Rendite, insbesondere wenn man eine „Set-and-Forget“-Strategie bevorzugt. Wer jedoch aktiver investieren und potenziell höhere Renditen erzielen möchte, könnte einen Aktien-Sparplan vorziehen.

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